Unterrichten während des Lockdowns

Die Lernpakete können dann fertig kopiert von den Eltern abgeholt werden. Die Klassenlehrer*innen sind zu der Zeit ebenfalls anwesend und stehen für kurze Gespräche zur Verfügung.

Neben all den Materialien ist uns der direkte Kontakt zu unseren Schüler*innen sehr wichtig. Diesen halten wir durch Telefonate, e-Mails und online-Meetings über ein Videomeeting-Programm. Auch diese Plattformen mussten wir selbst herausfinden, erhielten dazu keine spezielle Unterstützung vom Land. Die älteren Schüler treffen ihre Mitschüler und ihre Lehrer*innen 2-3 mal in der Woche per online-Meeting zum Einführen neuer Themen, zum Besprechen ihrer Aufgaben, zum Problemlösen oder einfach nur in einer Sprechstunde. Unsere jüngeren Schüler treffen sich regelmäßig mit ihren Lehrer*innen online zum Stuhlkreis oder erhalten kleine Videobotschaften ihrer Lehrer*innen.

Daneben muss die Notbetreuung sichergestellt werden, an der momentan 33 Kinder teilnehmen.

Dank der i-Pads, die wir zum Schuljahresbeginn für unsere Schüler über die Hopp-Foundation erhalten haben, können auch diese problemlos an ihren Meetings teilnehmen und die online gestellten Aufgaben bearbeiten.

Es ist mir wichtig zu betonen, dass unser Arbeiten im Computerbereich ausschließlich dem besonderen Engagement aller Kolleginnen und Kollegen zu verdanken ist, die sich zum einen in Eigeninitiative all das dafür nötige Wissen in dieser kurzen Zeit angeeignet haben und zum anderen die eigenen privaten Rechner benutzen müssen. Auf diese Art zu arbeiten war weder an der Mannabergschule noch an den meisten übrigen Grundschulen üblich. Sicher gibt es noch einiges zu tun, aber das braucht Zeit! Momentan gibt es weder genügend Fortbildungen speziell für Grundschulen in diesem Bereich, noch haben wir einen direkten Ansprechpartner bei der Stadt, der uns beim Support unterstützen kann.

Der Medienentwicklungsplan, der die Voraussetzung dafür ist, Gelder aus dem Digitalpakt Schule zu erhalten, ist so gut wie fertig, sodass wir dann in der Lage sind, unsere Schule weiter digital aufzurüsten. Hier hat unser Medien-entwicklungsteam sehr effizient und schnell gearbeitet. Großes Kompliment!

Es darf bei all dem Hype um die Digitalisierung jedoch nie vergessen werden, dass wir es mit Kindern im Alter von 6 – 10 Jahren zu tun haben. Unsere vorrangige Aufgabe in der Grundschule wird daher immer sein, die Grundtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen mit Papier und Stift zu vermitteln, die Auge-Hand-Koordination zu fördern und zu üben, das originäre Erleben mit den Dingen zu ermöglichen, soziales Miteinander zu fördern und Teamarbeit einzufordern. Diese Liste kann man unbegrenzt erweitern.

Wir hoffen sehr, dass es bald wieder möglich sein wird, mit unseren Schüler*innen in der Präsenz zu arbeiten.

Bis dahin bleiben Sie gesund!

Sabine Vollmerhausen

Rektorin

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