Ein außergewöhnliches Schuljahr...

In den letzten 3- 4 Wochen war fast wieder ein normales Schulleben unter Pandemiebedingungen möglich. Abstandsregeln, Hygieneregeln, zeitversetztes Ankommen am Morgen und zeitversetzte Pausen sind nur einige Punkte, die jedoch auch noch weiterhin Gültigkeit hatten.

Nach der Schließung war natürlich guter Rat teuer, denn war hat schon Erfahrung mit einer kompletten Schließung einer Schule? Wie kann man weiterhin „Schule machen“? Digitalisierung, Videochat, Online-Beschulung waren und sind die neuen Schlagworte. Es mussten kindgerechte Lösungen für Grundschüler gefunden werden. Wie können Eltern mit eingebunden werden? Einige waren im Homeoffice, andere nicht, einige hatten Computer andere keinen Email- oder Internet - Anschluss. 6 – 7jährige Kinder mussten anders erreicht werden als Kinder in der 4. Klasse. Notbetreuung, in Zusammenarbeit mit Kernzeit und der Stadt und der Lehrer/Lehrerinnen wurde eingerichtet für Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen.

Nach der Schließung wurde das Kollegium sofort aktiv. Das Padlet wurde installiert, per Telefon oder E-Mail Kontakt mit den Kindern und/oder Eltern aufgenommen, per Videochat Unterricht oder Sprechstunden angeboten. Zeitnah wurden kindgerechte Lernpakete vom Kollegium erstellt, kopiert, an die Kinder ausgegeben und immer wieder erweitert.

Bevor vor Pfingsten zuerst die 4.Klässler zurückkommen durften, musste ein Hygienekonzept erarbeitet werden, die Klassenzimmer umgeräumt, um die Abstandregeln einhalten zu können, der grüne Schulhof mit Absperrbändern eingeteilt, Toiletten gesperrt und Seife, sowie Desinfektionsmittel geordert werden. Anfangs gab es Unterricht nur für 2 Stunden im rollierenden System.

Hier war es besonders schön zu sehen und auch zu hören, wie sehr sich die Kinder freuten, wieder in die Schule gehen zu dürfen. Mit großer Disziplin wurden alle Hygieneregeln vom Tragen der Maske bis hin zum Abstand zum Nebenmann eingehalten.

Seit dem 29.Juni dann endlich wieder Unterricht für alle! Natürlich unter Pandemiebedingungen (wahrscheinlich das Wort des Jahres).

Diese besondere Herausforderung hat viel zusätzliches Engagement von allen Beteiligten gefordert. Auch wenn die Pandemie noch nicht vorbei ist, möchte ich das Ende des Schuljahres nutzen, um mich bei allen Beteiligten zu bedanken.

Bei meinem Kollegium, das schnell und flexibel auf die neuen Verordnungen reagiert und doch die Besonderheit von Grundschulkindern nicht aus den Augen verloren hat.

Bei den Verantwortlichen der Stadt Rauenberg für die sehr gute Zusammenarbeit.

Bei den Elternvertretern unserer Schule für die Unterstützung und die reibungslose Weiterleitung der Informationen an die Elternschaft.

Bei den Mitarbeiterinnen der Kernzeitbetreuung für die stets gut funktionierende Zusammenarbeit.

Beim Putzteam der Mannabergschule, das erheblichen Mehraufwand betreiben muss und bei unserem Hausmeisterteam, das jederzeit ansprechbar war und uns unterstützte.

 

Ein besonderer Dank auch denjenigen, die sich bei mir, aber auch bei den Kollegen für die Arbeit der letzten Wochen bedankt haben. Der positive Zuspruch hilft doch sehr.

 

Keine Krise ohne positive Effekte:

Computer und digitale Endgeräte in der Schule aber auch bei den Kindern zu Hause werden einen größeren Raum einnehmen, inkl. der möglichen Finanzierung und des Support.

Viele unserer Schülerinnen und Schüler haben das Lesen für sich entdeckt und das Fehlen von Schule als wichtigen Lebensort als sehr negativ empfunden.

Gemeinsam haben wir diese herausfordernde Zeit gemeistert. Das sollte uns stolz machen. Ein herzliches Dankeschön.

 

Erholsame Sommerferien verbunden mit der Hoffnung, dass uns keine neue Pandemiewelle wieder zurückwirft.

Sabine Vollmerhausen

Rektorin

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